Die Provinzial führt Vereinshaftpflicht und D&O-Versicherung bewusst als zwei eigenständige Produkte - eine Struktur, die eine wichtige rechtliche Unterscheidung widerspiegelt, die viele Vereine im Alltag übersehen.
Die klassische Vereinshaftpflicht schützt vor Ansprüchen, die Dritte - etwa verletzte Vereinsmitglieder oder Zuschauer - gegen den Verein richten. Die D&O-Versicherung setzt an einer anderen Stelle an: Sie schützt die persönliche Vermögenshaftung von Vorstand und anderen Organmitgliedern, wenn diese durch eine Pflichtverletzung in ihrer Organfunktion - etwa eine riskante Finanzentscheidung - dem Verein selbst einen Schaden zufügen. Diese Unterscheidung zwischen Außen- und Innenhaftung erklärt, warum die Provinzial beide Bausteine getrennt anbietet, statt sie in einem Produkt zu vermischen.
Wer als Vorstandsmitglied regelmäßig eigenständige finanzielle Entscheidungen für den Verein trifft - etwa Investitionen, Kreditaufnahmen oder größere Verträge -, sollte die D&O-Versicherung nicht als optionales Extra, sondern als sinnvolle Ergänzung zur klassischen Vereinshaftpflicht betrachten.
Ein regelmäßiger, kurzer Austausch zwischen Vorstand und Versicherer darüber, welche finanziellen Entscheidungen anstehen, hilft dabei, frühzeitig zu erkennen, ob der bestehende Versicherungsschutz noch zur tatsächlichen Vereinstätigkeit passt.
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